Presse

Die folgenden Berichte zeigen eine Auswahl an Verfahren, in denen ich als Strafverteidiger tätig war. Da in der Presseberichterstattung nicht immer alle Verfahrensbeteiligten namentlich genannt werden, sprechen hier die Fälle für sich – stellvertretend für meine tägliche Arbeit als Fachanwalt für Strafrecht in Bremen.

Ende einer offenen Rechnung
Bremen – Von Steffen Koller. Die Staatsanwaltschaft ist sich sicher: Der Angriff auf einen heute 30-Jährigen im Einkaufszentrum „Waterfront“ im Mai vergangenen Jahres war versuchter Totschlag. Am Dienstag forderte die Anklagevertretung wegen des Messerangriffs eine Haftstrafe von vier Jahren und zwei Monaten für den Hauptangeklagten Ditron S. Der 25-Jährige habe den Tod des Mannes „billigend in Kauf“ genommen, sagte Staatsanwalt Jan Möhle während seines Plädoyers.
Prozess um Messerstecherei: Opfer soll Geld für Falschaussage gefordert haben
Bremen – Von Steffen Koller. Überraschende Wende im Verfahren gegen die mutmaßlichen Messerstecher von der „Waterfront“: Am dritten Prozesstag wegen gemeinschaftlich versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung sagte am Freitag das mutmaßliche Opfer vor dem Landgericht Bremen aus. Der 30-Jährige identifizierte die Angeklagten als diejenigen, die im Mai im Gröpelinger Einkaufszentrum auf ihn einstachen. Haken an der Sache: Der Mann, so legen es Telefonate nahe, hatte wohl Geld für seine Aussage verlangt.
Schüsse auf Polizisten: Angeklagter zu Bewährungsstrafe verurteilt
Bremen – Von Steffen Koller. Keine Notwehr, keine „gefühlte Lebensgefahr“: Das Amtsgericht hat am Mittwoch einen 33 Jahre alten Angeklagten wegen gefährlicher und fahrlässiger Körperverletzung schuldig gesprochen und zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung verurteilt.
Täter-DNA an Pistole gefunden
Am Auricher Landgericht wurde am Dienstag der Prozess gegen zwei Ostfriesen fortgesetzt. Es geht um versuchten Totschlag. Die beiden sollen mit einer Schreckschusspistole auf das Opfer geschossen und den Mann schwer verletzt haben. Am Dienstag stand die Tatwaffe im Mittelpunkt der Verhandlung.
Urteil im Prozess um vergiftete Capri-Sonne
Bremen. Ein 57-jähriger Bremer ist am Montag wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Er hatte im Juli 2012 seiner Frau mit sogenannten K.o.-Tropfen in einer Tüte des Fruchtsaftgetränks Capri-Sonne schweren gesundheitlichen Schaden zugefügt. Sie musste vorübergehend in ein künstliches Koma versetzt werden.
25-jähriger Osnabrücker vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freigesprochen
Hat der Angeklagte die junge Frau sexuell genötigt, oder war alles nur ein zwangloser Kontakt zwischen zwei jungen Leuten an einer Osnabrücker Groß-Diskothek? Diese Frage hat die Beteiligten eines Verfahrens vor dem Amtsgericht beschäftigt, das sich über vier Verhandlungstage hinzog. Am Ende kam ein Freispruch für den Angeklagten heraus, da kein Beweis für seine Schuld gefunden wurde.